Im Rahmen der Abwicklung eines Schadenereignisses werden Sie eventuell mit Begriffen konfrontiert, die neu für Sie sind oder deren Definition wichtig für ein laufendes Verfahren ist. Wir haben die Geläufigsten hier zu Ihrer Information zusammengefasst:

Wiederbeschaffungswert (WBW)

Der Wiederbeschaffungswert ist der finanzielle Wert den der Geschädigte Aufwenden muss, um ein gleichwertiges Fahrzeug zu erwerben das den Zustand hat wie das Beschädigte Fahrzeug vor Schadeneintritt.

Wertminderung

Die merkantile Wertminderung ist der Wert(Betrag) den der Geschädigte nach erfolgter fachgerechter Reparatur seines Fahrzeuges, bei Verkauf von einem potenziellen Käufer weniger erhalten würde, da der Käufer auf einen reparierten Unfallschaden hingewiesen werden muss.

Restwert

Unter Restwert versteht man den realisierbaren Wert des Fahrzeuges im beschädigten Zustand.

Den Restwert ermittelt ein Sachverständiger unter Berücksichtigung des konkreten Schadenbildes und regionaler Marktgegebenheiten

Totalschaden

Von einem Totalschaden spricht man, wenn die Wiederherstellung des beschädigten Fahrzeuges entweder nicht möglich (technischer Totalschaden) oder unwirtschaftlich ist (wirtschaftlicher Totalschaden).

Der Anspruch auf Wiederherstellung verwandelt sich dann in einen Anspruch auf Geldersatz.

Technischer Totalschaden liegt vor bei völliger Zerstörung des Fahrzeugs oder bei Unmöglichkeit der Reparatur aus technischen Gründen.

Der wirtschaftliche Totalschaden liegt vor, wenn unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht mehr von Reparaturwürdigkeit gesprochen werden kann.

Von einem unechten Totalschaden spricht man, wenn dem Geschädigten die Reparatur nicht zugemutet werden kann, obwohl die Summe aus Minderwert und Reparaturkosten geringer ist als die Differenz zwischen Wiederbeschaffung und Restwert.

Wirtschaftlicher/Technischer Totalschaden

Wirtschaftlicher Totalschaden – Wenn die zu erwartenden Reparaturkosten höher sind als der gesamte Wert des Fahrzeuges.(WBW)

Technischer Totalschaden – nicht zu reparieren, weil konstruktiv und finanziell unvertretbar. Die gegnerische Haftpflicht zahlt nur den Zeitwert abzüglich des Restwerts.

Nutzungsausfall

Der Geschädigte, der kein Ersatzfahrzeug anmietet, hat grundsätzlich Anspruch auf Geldentschädigung im Sinne von § 249 Abs. 2 BGB für die Entziehung der Nutzungsmöglichkeit seines beschädigten Fahrzeuges. Die Höhe der Nutzungsausfallentschädigung bemisst sich u. a. nach der Reparaturdauer. Der Kfz-Sachverständige wird im Schadengutachten die technische Einordnung des Fahrzeuges für den Nutzungsausfall vornehmen.